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Friede Institut für Dialog

Gelebter Dialog Brigittenauer Gymnasium besucht das Friede - Institut

Brigittenauer Gymnasium besucht das Friede – Institut

Am 2. Mai 2011 stattete die Klasse 6d des Brigittenauer Gymnasiums dem Friede-Institut einen Besuch ab. In kleinen Gruppen, die sich aus jeweils einem Mitarbeiter und zwei bis drei Schülern zusammensetzten, fanden Workshops statt, die um den ‚interkul­turellen Dialog‘ kreisten.

Die Schüler befragten Passanten auf der Straße zum Thema Multikulturalität und Integration, sie diskutierten untereinander die Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen in Österreich existierenden Kulturen, sie fragten sich nach Möglichkeiten, um den interkulturellen Austausch zu fördern, und diskutierten die Rolle, die den Medien in diesem Zusammenhang zukommt.

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Nachdem diese Fragen zunächst in den einzelnen Gruppen erarbeitet worden waren, wurden sie anschließend in versammelter Runde zur Diskussion gestellt. Die Schüler schilderten ihre Erfahrungen bei der Befragung von Passanten. Die Reaktionen der Passanten boten auch Anlass dazu, das eigene Verhalten in „Befragungssituationen“ zu reflektieren und Möglichkeiten zu erkunden, wie die Kontaktaufnahme zu fremden Menschen verbessert werden könne. Die Diskus­sion über die Gemeinsamkeiten zwischen verschiedenen Kulturen erwies sich als nicht so einfach, da es unter­schiedliche Auffassungen davon gab, was unter ‚Kultur‘ zu verstehen sei. Dass es einfacher sei, über die Unterschiede als über die Gemeinsamkeiten zwischen den Kulturen zu sprechen, erkläre sich damit, dass es eine gesell­schaft­lich bedingte Fokussierung des „Andersartigen“ gebe, da die Selbstde­finition des Einzelnen häufig auf der Abgrenzung von dem „Anderen“ beruhe.

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Neben unterschiedlichen gesellschaftlichen Aktivitäten, die einen Dialog in Gang bringen können, wurde vor allem die Rolle von Prominenten hervorge­hoben, die ihre Vorbildfunktion und Popularität nutzen sollten, um Werte wie Toleranz und Offenheit in der interkulturellen Begegnung vorzuleben. Da wir unser Wissen in der Regel nur aus wenigen Quellen beziehen, komme den Medien eine besonders wichtige Rolle beim Abbau von Vorurteilen und Ängsten zu.

Zum Schluss der Diskussion, bei der sich die SchülerInnen des Brigittenauer Gymnasiums mit viel Elan und Offenheit eingebracht hatten, betonte Ismayil Tokmak, Obmann des Friede-Instituts, dass die meisten Probleme der heutigen Zeit, wie soziale Armut, Jugendkriminalität, Umweltkatastrophen etc. alle Men­schen in der Gesellschaft gleichermaßen betreffen und dass darum nur gemein­sam nach Lösungen gesucht werden könne.

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„Kulturelle Vielfalt als Bereicherung“ – mit diesem Ausblick beendeten die Mitglieder des Instituts und die Klasse 6d den anregenden Vormittag gemeinsam bei einem kleinen Büffet.