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Friede Institut für Dialog

Aktivitäten Kulturell-spirituelle Gesprächskreise

Kulturell-spirituelle Gesprächskreise

Abrahamitisches Symposium


Am 15. und 16. Juni lud das Friede Institut für Dialog unter Mitwirkung von Dechant Martin Rupprecht von der Erzdiözese Wien und unter Ehrenschutz von Herrn Dr. Andreas Kohl in den Festsaal der Wiener Börse zum ersten abrahamtischen Symposium Wiens ein.

Im Rahmen von drei Diskussionsrunden, in denen jeweils ein Christ, ein/e MuslimIn und ein/e JüdIn Vorträge hielten und im Anschluss daran auf Fragen des Publikums eingingen, wurden Themen in Zusammenhang mit dem interkulturellen und interreligiösen Dialog besprochen (siehe hier die Beschreibung des Projekts und das Programm).

Am 15. Juni wurde das Symposium feierlich durch den Wiener Jüdischen Chor und einem muslimischen Chor aus Graz eröffnet. Nach einer Eröffnungsrede des Obmannes vom Friede- Institut Herrn Dr. Metin Aysel fand die erste Diskussionsrunde statt. Zum Thema -„Zionismus, christliche Mission und Dschihad- Stellen diese und ähnliche Begriffsinhalte in unterschiedlichen Religionen Hindernisse für den Dialog dar?“ - erläuterten die Teilnehmer Frau Professor Dr. Judith Frishman von der Theologischen Fakultät Amsterdam, Herr Professsor Dr. Christian Troll von der Thelogischen Hochschule aus Sankt Georgen und Herr Mag. Arhan Kardas, Generalsekretär des Friede Instituts, ihre Sichtweisen.

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Nach einer auf die erste Diskussionsrunde anschließenden, kurzen Kaffeepause trat der Chor der Bodenkultur der Universität Wien als christlicher Chor auf.

Die Teilnehmer der zweiten Diskussionsrunde beschäftigen sich mit dem Thema „Abraham und das Menschenbild in den drei Buchreligionen“. Herr Dr. Hans Ucko, Reverend und Leiter interreligiöser Beziehungen am Weltkirchenrat in Genf führte das Publikum in die christliche Sichtweise zum Thema Abraham ein. Herr Dr. Cemal Usak, Koordinatur der Journalisten und Schriftsteller- Vereinigung aus Istanbul, referierte über den Propheten Abraham aus der muslimischen Perspektive. Von der Jüdischen Liberalen Gemeinde Or Chadasch aus Zürich führte Dr. Tovia Ben Chorin das Publikum in das jüdische Menschenbild Abrahams und in die jüdischen Feiertage ein.

Nach diesen zwei äußerst interessanten und belebten Diskussionsrunden wurde die Ringparabel aus Lessings Werk „Nathan der Weise“ aufgeführt.

Der krönende Abschluss war eine Donauschifffahrt, an der alle Interessierten teilnahmen. In gemütlicher Atmosphäre konnten die Eindrücke des Tages verarbeitet und weitere Diskussionen zum Thema Dialog geführt werden. Natürlich war auch Zeit, neue (interreligiöse) Freundschaften zu schließen und offene Fragen zu beantworten.

Der zweite Tag des Symposiums wurde um 9 Uhr mit einem „abrahamitsichen“ Frühstück begonnen.

Nach einem musikalischen Auftakt von … wurde die dritte Diskussionsrunde zum Thema „Welche Wege führen zum interreligiösen und interkulturellen Dialog“ eröffnet. Die TeilnehmerInnen waren Herr Dr. Orhan Cicek, Präsident der „Intercultural Society Australia“ aus Sydney, Herr Dr. Thomas Michel, ehemaliger Dialogbeauftragter des Vatikans und Frau Dr. Elif Safak, Schriftstellerin und Universitätsassistentin am Institut für Nah- Ost Forschung an der Universität Arizona.

Nach dieser ansprechenden, letzten Diskussionsrunde wurden die Friedenspreise an .. verliehen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen und Gebet, konnten Interessierte das Friede- Institut, eine Synagoge und den Stephansdom besichtigen.

 

Teilnehmer 1. Tag : 350

Teilnehmer 2. Tag : 300

 

Aufruhr in der arabischen Welt - die Rolle der Türkei

Am Freitag, 10. Juni 2011, fand ein Vortrag zum Thema ,,arabischer Frühling“ statt.

Die Revolutionen in Tunesien und Ägypten haben einen Dominoeffekt in der arabischen Welt ausgelöst und bringen einen Diktator nach dem anderen zum Sturz. Der Vortrag in unserem Institut legte die wichtigsten Gründe für die Proteste dar. Auch wurden auf die unterschiedlichen Interessen der einzelnen Staaten dieser Region aufmerksam gemacht.

In diesem Rahmen setzte der Vortragende Eldin Bajric einen besonderen Schwerpunkt auf die Rolle der Türkei, die in ihrer Außenpolitik sich sehr stark für die Konfliktlösung einsetzt, damit es in dieser Region zu keinem Krieg kommt.

Dem Vortrag schloss sich eine angeregte Diskussion, in welcher u.a. die Wichtigkeit eines friedlichen Miteinanders verschiedener Völker angesprochen wurde an. Bei einem reichhaltigen Buffet fand der Abend seinen Ausklang.

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Kulturell-spiritueller Gesprächskreis

"Weltfrieden – ein Traum?"

Durch welche Mittel und auf welchem Wege ist der Weltfrieden realisierbar? – durch KULTUR?

Wilhelm Augustat, Präsident der Gesellschaft "PEACE through CULTURE – Europe", hielt am 29. April 2011 im Friede-Institut einen Vortrag zum Thema "Weltfrieden - ein Traum?".

Nach ein paar einleitenden Worten zu seiner international agierenden Gesell­schaft widmete sich Wilhelm Augustat der Hauptfrage des Abends – ob und auf welchem Weg Friede durch Kultur realisierbar sei. Den Begriff der ‚Kultur‘ bestimmte er näher als bewusste, gezielte Handlungsethik, bei der das Moment der Freiwilligkeit eine zentrale Rolle spiele. Auch wenn die Herstellung von Harmonie/Frieden weniger eine Frage des Intel­lekts als eine Frage des Herzens sei, sehe er die Notwendigkeit eines bestimmten Bewusst­seinsrahmens, um die ethischen Grundprinzipien, über die sich bereits die großen Philosophen der Antike und alle Religionsstifter einig waren, umsetzen zu können.

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Im zweiten Teil seines Vortrags berichtete Augustat von den Tätigkeiten seiner Gesell­­schaft, die besonders mit Russland eine intensive Kooperation ins Leben gerufen hat. Immer gehe es der Organisation um das Bemühen, den Dialog zwischen Politik und Kultur zu fördern, darum, die Völker auf der Ebene der Kultur anzusprechen und den Dialog der verschiedenen Volksgruppen – allein in Tschetschenien gibt es zwischen 400 und 450 Ethnien – untereinander voranzutreiben. In Bezug auf diese Völkerverständigung zeichne sich im russi­schen Raum eine zunehmend positive Entwicklung ab.

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Einen wesentlichen Unterschied zwischen der asiatischen und westlichen Kultur sieht Augustat im Stellenwert, den das Spirituelle im alltäglichen Leben der Menschen einnimmt. Die Aufge­schlossenheit der östli­chen/ asiatischen Völker für das Friedensprojekt und den interkul­turel­len Dialog gründe auch auf einer kulturell-spirituellen Grundhaltung, die mit der Sorge um die Qualität des Zusammen­lebens künftiger Genera­tionen einhergehe.

Zum Abschluss seines sehr lebendigen und persönlichen Vortrags äußerte Wilhelm Augustat den Wunsch, den Austausch mit dem Friede-Institut über die großen Themen ,Frieden – Kultur – Religion‘ in Zukunft zu vertiefen.

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In der anschließenden Publikumsdiskussion wurde vor allem die Unsicherheit der westlichen Kultur im Umgang mit dem Islam angesprochen, die mit dem Fehlen von starken eigenen spirituellen Fundamenten in Verbindung gebracht wurde. Wilhelm Augustat betonte in diesem Zusammenhang noch einmal die Rolle der Bildung, die Wichtigkeit von Vorbildern und die Bedeutung von individueller Verantwortung, um Toleranz und ethische Prinzipien nicht nur zu vermitteln, sondern auch vorleben zu können.

Die angeregte Diskussion zwischen dem Präsidenten von „PEACE through CULTURE“ und den Gästen des Instituts wurde anschließend bei einem orienta­lischen Büffet weitergeführt.

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Gastfreundschaft

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Eine Gegenüberstellung des Frauenbildes damals und heute

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