Konzert: Instrumente erzählen
Heidemarie Mravlag (Violoncello) und Veronika Villányi (Harfe) beehrten am 9. April das Friede-Institut‘ mit einem Kammerkonzert, das unter dem Motto „Dialog in der Musik“ stand.

Nach der Begrüßung der Gäste durch Dr. Ismayil Tokmak, Obmann des Instituts, wurden Werke von Leoncavallo, Bach, Tschaikowsky aber auch weniger bekannter Komponisten wie Spohr, Bloch und Parish-Alvars gespielt. Mit der Auswahl der Stücke unternahmen die Künstlerinnen einen Streifzug durch die verschiedenen Stil-Epochen klassischer Musik, setzten darüber hinaus aber auch einen interkulturellen Akzent: Die Bedeutung des Jüdischen in der Musik von Spohr wurde ebenso wie die „internationale Provenienz“ der Tänze in Bachs Suite für Violoncello solo in d-moll thematisiert.
Der ‚Dialog‘ ereignete sich an diesem Abend nicht nur in berührender und eindringlicher Weise zwischen den beiden Interpretinnen und ihren Instrumenten auf der Bühne, sondern auch in Form kleiner Einführungen, durch die dem Publikum bestimmte musikalische und thematische Aspekte der vorgetragenen Stücke näher gebracht wurden. So erläuterte Veronika Villány vor ihrem ersten Solo mit wenigen Worten das Pedalsystem der Harfe oder gab eine Übersicht über die Handlung von Tschaikowskis Oper Eugen Onegin. Das Publikum konnte anschließend der Eunegin-Fantasie (in der Bearbeitung von Walter-Kune) mit einem tieferen Verständnis folgen.

Nach der zweiten Zugabe, mit der Heidemarie Mravlag und Veronika Villányi das Konzert beendeten, wurde der Dialog zwischen den Künstlerinnen, den Mitgliedern und Gästen des Instituts – noch ganz unter dem Eindruck der Musik – in angeregter und ausgelassener Stimmung bei einem Buffet mit orientalischen Speisen fortgeführt.



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